Eine Aufgabe pro Zeitrahmen
Wochen- und Tagescharts zeigen den großen Kontext: wichtige Hochs und Tiefs, große Reaktionszonen und ob der Kurs nahe einem Extrem einer größeren Range steht. Der 4H-Chart setzt den Richtungs-Bias. Im 15- oder 5-Minuten-Chart werden Sweeps, Ausbrüche und Displacement beurteilt. Der 5- oder 1-Minuten-Chart bestätigt den Einstieg.
- Woche / Tag: Kontext und wichtige Levels. Nie ein eigenständiges Einstiegssignal.
- 4H: Bias: bullisch, bärisch, Range oder unklar.
- 15m / 5m: Setup: Level, Sweep oder Ausbruch, Displacement.
- 5m / 1m: nur der Einstiegstrigger.
Eine Frage pro Zeitrahmen
Von oben nach unten, in fester Reihenfolge
Beginne beim höchsten Zeitrahmen und arbeite dich nach unten. Zeigt der Tageschart den Kurs knapp unter einem wichtigen Hoch, ist das Kontext für den 4H-Bias und dafür, wo Ziele steckenbleiben könnten. Ist der 4H unklar, braucht der Setup-Zeitrahmen stärkere Bestätigung. Der Einstiegs-Zeitrahmen ist der letzte Schritt, nicht der erste.
Mach Setup- und Einstiegs-Zeitrahmen zu Einstellungen und halte sie beim Testen fest. Den Zeitrahmen zu wechseln, bis einer ein Signal zeigt, ist eine Form von Überanpassung.
Tageskontext bei Gold

Wenn Zeitrahmen sich widersprechen
Widerspruch ist normal. Ein bullischer 4H in einem bärischen Tagestrend ist häufig. Das Playbook braucht keine Einigkeit aller Zeitrahmen. Es braucht einen respektierten Bias-Filter, ein bestätigtes Setup und ein definiertes Risiko. Macht der Widerspruch das Ziel unrealistisch, etwa ein wichtiges Tageshoch direkt über dem Einstieg, lass es aus.
Bullisches Beispiel
- 1Tag: Der Kurs liegt über einer wichtigen Unterstützungszone und drückt nicht gegen ein wichtiges Hoch.
- 24H: höhere Hochs und höhere Tiefs.
- 315m: Das Asien-Tief wird in London gesweept und zurückerobert.
- 45m: Ein Schluss über dem letzten tieferen 5-Minuten-Hoch bestätigt den Einstieg.
Bärisches Beispiel
- 1Tag: Der Kurs liegt unter einer wichtigen Widerstandszone und sitzt nicht auf einem wichtigen Tief.
- 24H: tiefere Hochs und tiefere Tiefs.
- 315m: Das Asien-Hoch wird gesweept und abgelehnt.
- 45m: Ein Schluss unter dem letzten höheren 5-Minuten-Tief bestätigt den Einstieg.
Was bestätigt es?
- Jede Ebene hat ihre Aufgabe der Reihe nach erfüllt: Kontext, Bias, Setup, Einstieg.
- Der Einstiegs-Zeitrahmen bestätigt auf einer geschlossenen Kerze.
- Levels höherer Zeitrahmen lassen Platz für das Ziel.
Was macht es ungültig?
- Der 4H-Bias kippt, bevor das Setup fertig ist.
- Ein Tageslevel zwischen Einstieg und Ziel zerstört das CRV.
- Der Einstiegs-Zeitrahmen bestätigt nie innerhalb des Fensters.
Häufige Fehler
- Im 1-Minuten-Chart beginnen und nach oben nach Gründen suchen.
- Zeitrahmen wechseln, bis einer ein Signal liefert.
- Eine Tageskerze als Einstiegssignal behandeln.
- Einigkeit aller Zeitrahmen verlangen und nie handeln.
Replay-Übung
- Wähle im Replay einen vergangenen Werktag. Schreibe vor dem Vorspulen eine Zeile pro Zeitrahmen: Tageskontext, 4H-Bias, Levels im 15m.
- Gehe London und New York AM im 15m durch und nutze den 5m nur zur Einstiegsbestätigung.
- Prüfe danach, ob ein Level eines höheren Zeitrahmens das Ziel gedeckelt hätte.
Kurzes Quiz
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